Es gibt zwei Sorten von Menschen …
… die einen machen regelmäßig Backups, die anderen haben noch nie einen schwerwiegenden Datenverlust erfahren.
Mir ist gestern etwas Blödes widerfahren: Ich habe mir auf einen Schlag drei komplette vHosts gelöscht, darunter den meiner Hauptdomain zirona.com. Jawoll.
Was war geschehen? Ich habe ein Shellskript geschrieben, das Daten synchronisieren soll. Um genau zu sein, soll es ein WordPress-Plugin, das ich in einem vHost pflege, in andere vHosts kopieren, damit auf allen Domains immer die neueste Version des Plugins läuft. Natürlich hat der Herr Meistercoder nicht vorher geprüft, was er da zusammenhackt, sondern es direkt auf die Welt bzw. seinen Server losgelassen. Ich ließ es laufen: es ging recht zügig, aber es gab seltsame Fehlermeldungen. Um zu sehen, ob sich überhaupt etwas getan hatte, wollte ich in der Shell in eines der Verzeichnisse wechseln — gab es nicht. WTF?! ann habe ich mich per FTP im Verzeichnisbaum umgeschaut — drei vHosts komplett weg. 404. Schock!
Wie konnte das passieren? Das Script verwendet zwei Variablen, den Pfad zum DocumentRoot des jeweiligen vHosts und den Pfad zum Plugin-Verzeichnis. Das vorgesehene Prozedere war, für jeden vorgegebenen vHost das alte Plugin-Verzeichnis zu löschen und das neue einzufügen. Allerdings habe ich in der Schleife einen Tippfehler im zweiten Variablennamen gehabt, sodass der String “Plugin-Verzeichnis” leer war. Kein Wunder also, dass statt des jeweiligen Plugin-Verzeichnisses die kompletten vHosts gelöscht wurden.
Aaaaaaaber: Zum Glück habe ich vor einiger Zeit eine Backup-Routine eingerichtet, die mir alle Daten auf dem Server sichert. Zwar war das neueste Backup von der vorigen Nacht und ich habe die Änderungen des Tages verloren –aber immerhin hatte ich überhaupt wieder die Daten, mit denen ich die drei vHosts herrichten konnte. In einer Viertelstunde war wieder alles in Butter, und im Laufe des Abends hatte ich auch die Arbeit des Tages wiederhergestellt.
Schwein gehabt! Nun habe ich auch eine Backup-Geschichte zu erzählen. Zum Glück eine mit Happy End.



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