Dell mit Ubuntu? Dell mit Ubuntu.
Dell hat vor einiger Zeit eine Umfrage unter dem Credo “IdeaStorm” gestartet, um herauszufinden, welche Neuerungen Kunden am liebsten bei dem Computerhersteller und -distributor sehen würden. Ein vielfach geäußerter Wunsch war dort, dass Dell-PCs und -Notebooks mit Linux ausgestattet werden. Dell hat angekündigt, diesem Wunsch entsprechen zu wollen.
Das ist schon mal eine sehr gute Nachricht: Einer der größten Notebook-Hersteller wird zukünftig Notebooks herstellen, die vollständig Linux-kompatibel sind. Mit IBM/Lenovo und HP sind dies nun drei Hersteller, die zumindest teilweise Linux-Unterstützung bieten (bei HP bspw. beschränkt sich die explizite Linux-Unterstützung momentan auf eine mittlerweile veraltete Serie äußerst hässlicher Plastikbomber).
Nun ist die Frage, mit welcher Distribution Dell die Notebooks ausstatten wird. Zur Diskussion stehen die üblichen Verdächtigen: OpenSuSE, Fedora, Mandriva, Ubuntu. Von diesen vieren ist mir persönlich Ubuntu am sympatischsten (auch wenn ich es nie benutzen würde). Fedora ist der Abfall von RedHat, SuSE wurde von Novell runtergewirtschaftet und ist ebenfalls ein Stiefkind. Auch Mandriva — obwohl es etwas ernsthafter auf den Desktop ausgerichtet ist — wirkt etwas gelangweilt von der eigenen Distribution. Mir scheint, dass einzig Ubuntu, von der dahinterstehenden Firma mit Feuer und Flamme geliebt wird. Unabhängige Distributionen wie Debian oder Gentoo kommen hingegen wahrscheinlich nicht in Frage, da der Bedarf nach professionellem Support doch zu groß sein dürfte.
Nun scheint es etwas wie eine Vorentscheidung zu geben: Michael Dell, der Gründer und Chef des Computerkonzerns, hat auf seinem Notebook tatsächlich Ubuntu laufen. Erstmal erstaunlich (für einen Top-Manager), dass es kein Windows ist. Die Wahl der Distribution hingegen überrascht wohl nicht — das Linux für Einsteiger ist derzeit einfach Ubuntu.



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