Zucker statt Dosenstrom
Hätte man ja gar nicht erwartet, dass Sony auch auf Öko macht. Oder war es eher eine Zufallsentdeckung?
Jedenfalls hat Sony es geschafft, einen MP3-Player mit Zucker zu betreiben. Das ist eine interessante Entwicklung im Bereich der regenerativen Energien, denn gerade im stark wachsenden Bereich der mobilen Unterhaltungselektronik wäre ökologische Energieerzeugung ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Denn momentan bedarf die Nutzung regenerativer Energien riesiger Infrastrukturen. Oder kann man sich vorstellen, ein Solarpanel oder eine Windkraftanlage in der Hose zu haben? Ein kleines Gezeitenkraftwerk wäre schon eher realistisch, höhöhö.
Für mich wäre die Verwendung regenerativer Energien sogar ein Argument, den Player zu kaufen. Allerdings kommt es nicht nur auf die Energieerzeugung im laufenden Betrieb an, sondern wichtige und trotzdem oft übersehene Faktoren sind die Energiebilanz in der Herstellung des Gerätes, die Ökobilanz der Produktion des Geräts (Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, Logistik) und nicht zuletzt die Ökobilanz des regenerativen Treibstoffs. Auch daran werden sich Sony und Co. messen lassen. Aber wenn sie all das unter einen Hut bekommen und wirklich weitestgehend ökoneutrale Geräte herstellen, dann kann man wieder besseren Gewissens Elektrogeräte “konsumieren”.


