24. Oktober 2008, 11:41 Uhr

Mein Linux-EeePC, Teil 2

Er ist da!

Klein, süß und knuffig steht er hier auf meinem Schreibtisch, saugt hungrig seine erste Akkuladung und wirkt noch ein wenig verschüchtert von seinem neuen Zuhause.

Die Bestellung und Lieferung hat problemlos funktioniert; zwar sind 10 Tage eine halbe Ewigkeit, wenn man sich auf etwas freut — aber wenn man bedenkt, dass alleine der Geldtransfer drei Tage gedauert hat und noch ein Wochenende dazwischenlag, dann ist diese Zeit völlig akzeptabel. Daher darf ich auch nochmal ein Lob an Purely Gadgets aussprechen, die es dann doch ganz gut hinbekommen haben: Nach der leichten Hotline-Irritation (s. Teil 1) überzeugten sie mit schnellem und kompetenten E-Mail-Support und schneller Lieferung. Die einzigen Wermutstropfen sind die horrenden Zusatzkosten: 35 Euro hat mir die Dresdner Bank für eine ganz normale Überweisung nach Großbritannien abgeknöpft, und auch Purely Gadgets hat sich einen kleinen Bonus in Form einer Versandpauschale von 20 Pfund gegönnt, der reine Versand mit DHL kostet m.W. deutlich weniger.

Die Hardware ist super: Alles sauber verarbeitet, die weiße Oberfläche wirkt edel, das Display hat zum Glück keine Pixelfehler. Das Tastaturlayout ist natürlich englisch, allerdings US statt UK, was für mich schön ist, aber britische Nutzer irritieren dürfte. Was ich nicht bedacht hatte, ist, dass der Stecker nicht kompatibel mit deutschen Steckdosen sein würde; das ist aber kein Problem, da ich der Anschluss für das Netzteil einen normalen Kleingerätestecker aufnimmt, und ein entsprechendes Kabel hatte ich noch hier liegen.

Die Software erinnert nicht allzu sehr an Linux — leider. Stattdessen sieht man die bunte Xandros-Oberfläche mit vielen Icons, die sicherlich für Anfänger intuitiv ist und gebräuchliche Anwendungen mitbringt, aber nichts mit dem zu tun hat, wofür ich das Gerät benutzen möchte. (Abgesehen davon ekeln mich die Pseudo-Windows-Fensterdekoration sowie die Anwesenheit von Anwendungen wie Google Docs und Skype an.) Daher werde ich wohl in den nächsten Tagen Debian darauf installieren. Dann kann ich das Gerät auch besser zum Coden, mobilen Arbeiten und für Präsentationen benutzen. Außerdem brauche ich doch meine Yakuake-Konsole! ;)

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

15. Oktober 2008, 16:34 Uhr

Mein Linux-EeePC, Teil 1

Irgendwie habe ich mich jetzt doch sehr in den Gedanken verliebt, mir einen EeePC zuzulegen; namentlich den 901 in der Linux-Version. Wie gesagt, den gibt es in Deutschland nicht, und ich weigere mich, Microsoft Geld in den Rachen zu werfen. Daher habe ich mir jetzt einen in Großbritannien bestellt. Da ich normalerweise keine Sachen übers Internet bestelle — zumal nicht aus Ländern mit sonderbaren Verbraucherschutz- und Datenschutzgesetzen — war es auch ein kleines Experiment.

Zuvor habe ich aber noch im Lichte eines kleinen Hoffnungsschimmers eine E-Mail an Asus geschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits seit einiger Zeit interessiere ich mich für den EeePC 901 in der Linux-Version mit 20-GB-Festplatte. Dieses Gerät ist in Deutschland offenbar noch nicht erhältlich, stattdessen gibt es hierzulande nur die schlechtere Ausstattung mit 12-GB-Festplatte, zumal mit einem Windows-System. Da es das Gerät anscheinend nicht in Deutschland gibt und da es keine verlässlichen Informationen über ein Erscheinen des Linux-901ers in Deutschland gibt, bin ich mittlerweile kurz davor, ein entsprechendes Gerät aus Großbritannien zu importieren.

Da es natürlich ärgerlich wäre, wenn es später doch noch in Deutschland erschiene, möchte ich Sie bitten, mit mitzuteilen, ob und wann der EeePC 901 in der Linux-Variante mit 20-GB-Festplatte in Deutschland erscheint. Falls dieses Gerät überhaupt nicht in Deutschland erscheinen wird, würde ich mich über eine kurze Erklärung freuen, aus welchen Gründen Asus der m.W. großen Nachfrage nach diesem Gerät nicht entsprechen will — und dass, obwohl entsprechende Hardware und Software fertig entwickelt verfügbar sind.

Ferner bitte ich Sie, mit mitzuteilen, wann voraussichtlich der EeePC S101 in Deutschand erscheint und ob es von Anfang an eine Linux-Version geben wird.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichem Gruß
etc.

Die Mail habe ich gestern mittag geschickt, eine Antwort steht noch aus.

Nun aber zurück zu meinem kleinen Experiment: Insgesamt war das Abenteuer “Internetkauf in GB” leider, aber auch erwartungsgemäß nicht ganz einfach. Ich habe verschiedene Anbieter verglichen und bin dabei auf diverse Probleme gestoßen: Bei Amazon.co.uk gibt es das Gerät zwar, aber es wird nur innerhalb Großbritanniens geliefert. Ähnlich sieht es bei anderen Anbietern aus. Von den Anbietern, die nach Deutschland liefern würden, waren mir nicht alle geheuer, zumal nach einigen Recherchen bei Ciao und PriceGrabber.

Letztendlich ist meine Wahl auf PurelyGadgets gefallen, die den 901 mit Linux ebenfalls anbieten und nach Deutschland liefern. Zwar hatte ich auch Unschönes über diesen Shop gelesen, aber niemand ist perfekt, und meistens ist es bekanntermaßen so, dass schlechte Erfahrungen stärker verbreitet werden als gute. Letztendlich hatte PurelyGadgets noch die besten Kritiken, und auch der Preis von 279 Pfund (momentan ca. 360 Euro) ist in Ordnung.

Da ich nicht mit Google Checkout — was sich in GB anscheinend großer Beliebtheit erfreut — zahlen möchte, musste ich bei PurelyGadgets anrufen, um zu bestellen. Zwar nicht sehr komfortabel, aber ok. Nachdem ich 5 Minuten in der Warteschleife hing und mir mehrfach beschieden wurde “you are at cue positon one”, legte ich auf. Das Spiel wiederholte sich mehrfach, so dass ich dem Support von PurelyGadgets eine leicht säuerliche Mail schrieb, man solle mir bitte eine funktionierende Nummer senden oder mich zurückrufen. Man schrieb mir zurück, ich könne meinen Wunsch auch per E-Mail äußern (später fand ich diese Option dann auch an gut versteckter Stelle auf der Website.) Da beschlichen mich schon Zweifel, ob das denn eine so gute Idee mit PurelyGadgets war.

Danach wurde es aber angenehmer: Der E-Mail-Support reagierte schnell (jeweils innerhalb von 20-30 Minuten) und kompetent, auch auf Nachfragen und kleine Sonderwünsche (u.a. VAT-freie Rechnung). Etwas unangenehm ist, dass man, wenn man Google Checkout nicht nutzt, nur per Überweisung oder Scheck zahlen kann. Aber das nehme ich ausnahmsweise in Kauf, da es wie gesagt ein Experiment ist.

Mal sehen, was daraus wird. Ich habe gestern das Geld überwiesen, es sollte in den nächsten Tagen ankommen. Sodann wird der Rechner per DHL verschickt; ich hoffe, dass ich ihn im Laufe der nächsten Woche bekomme. Ich hoffe, dass der zweite Teil dieser Geschichte ganz kurz wird. Etwa: “Das Gerät war innerhalb einiger Tage da. Alles drin, alles super. Juchuu!”

Nachtrag, 17.10.08, 12:03 Uhr:

Ich habe nun Antwort von Asus Deutschland erhalten. Auszug:

Derzeit können wir kein offizielles Statement abgeben, wann das LINUX mit 20 GB Modell auf dem Markt erscheinen wird. Der bisherige Grund der Entscheidung liegt es uns leider vor und auch Taiwan äußert sich nicht richtig zu dieser Thematik. Sobald es Informationen bezüglich Veröffentlichung geben wird, werden diese von ASUS auch an die entsprechenden Pressestellen weitergeleitet.

Aus diesen leicht verwirrten Sätzen entnehme ich (abgesehen davon, dass man bei Asus immerhin jede Anfrage individuell beantwortet), dass man sich offenbar der Nachfrage nach dem Linux-Modell bewusst ist und dass evtl. auch über eine Veröffentlichung nachgedacht wird, aber momentan die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut.

10. Oktober 2008, 14:12 Uhr

Netbooks und Linux: Es fing so schön an …

Ich brauche nicht wirklich ein Notebook — höchstens um mal E-Mails abzurufen oder im Flieger einen Film zu schauen. Daher finde ich es klasse, dass es seit Mitte des letzten Jahres sog. Netbooks gibt, also extrem kleine, leichte Notebooks. Noch “klasser” fand ich, dass Asus sich bei der Mutter der Netbooks, dem EeePC 701, für Linux entschieden hat — wenn auch eher unfreiwillig aufgrund der für Windows XP zu schwachen Ausstattung. Allerdings war mir der EeePC 701 zo popelig, ich wollte lieber die (zu dem Zeitpunkt schon angekündigten) neueren Modelle mit größeren Bildschirmen und besserer Ausstattung abwarten.

Nun ist seit dem Erscheinen des ersten EeePC ziemlich genau ein Jahr ins Land gegangen, und der EeePC hat einige Nachfolger (u.a. EeePC 900, 900A, 901, 1000H) und Nachahmer (u.a. MSI Wind, Lenovo S9, HP 2133) gefunden. Mit diesen, nun wieder leistungsstärkeren Geräten, ist auch die Linux-Euphorie gedämpft worden: Microsoft hat die aus ihrer Sicht immense Bedrohung erkannt, dass ein Endanwendergerät mit Linux auf breite Begeisterung stößt. Daraufhin hat Redmond seine Schergen in die Zentralen der Hardware-Hersteller entsandt, um dafür zu sorgen, dass die neuen Geräte mindestens auch, wenn nicht gar nur mit Windows zu haben sind.

Insbesondere bei Asus Deutschland scheint man dabei auf offene Ohren gestoßen zu sein, denn dort wird Linux nur noch wie ein Stiefkind behandelt: Erst gab es gar keine der neuen EeePCs mit Linux, dann wurde der Linux-900A auf den Markt geworfen — welcher zu dem Zeitpunkt dem schon verkauften und nur mit Windows erhältlichen 901 deutlich unterlegen war. Das ist allerdings nur in Deutschland so; überall anders kann man den EeePC 901 auch mit Linux haben — und das sogar mit besserer Ausstattung als die Windows-Version.

Was also tun? Natürlich gibt es auch andere schöne Netbooks. Doch am besten gefallen mir die EeePCs 901 und 1000(H), denn deren Leistung, Ausstattung und Akkulaufzeiten sind perfekt für mich. Bei ixsoft.de kann man immerhin einen 901 oder 1000H mit EeePC-Linux zusätzlich zum Windows erstehen — was immerhin die (aufgrund der speziellen und neuen Hardware vermutlich nicht triviale) Installation erübrigt; die Windows-Zwangslizenz hat man dann aber immer noch an der Backe. Doch genau die will ich nicht. Nicht, dass es mir ums Geld ginge — nein. Ich weigere mich schlichtweg, das grundverkehrte Microsoft-Regime der OEM-Zwangslizenzen zu unterstützen.

In naher Zukunft soll der EeePC S101 erscheinen, und er soll wohl auch mit Linux zu haben sein. Auch in Deutschland? Ich jedenfalls werde Asus keinen Cent geben, solange nicht Linux hierzulande gleichwertig zu Windows behandelt wird. Das Linux ist da, die Hardware-Unterstützung auch (ist ja in mühevoller Arbeit entwickelt worden) — es gibt diesmal also keinen Grund, Windows zu bevorzugen.

10. Januar 2008, 00:05 Uhr

Android

Android ist eine offene Softwareplattform für Mobiltelefone, die unter Federführung von Google entwickelt wird. Ein Youtube-Video (mit An- und Abmoderation eines Multimilliardärs ! ;) ) zeigt eindrucksvoll, wozu bereits der Prototyp der Software in der Lage ist.

Gegenüber den — für mich persönlich eher weniger überzeugenden — Ansätzen Montavista, OpenMoko und Greenphone birgt Android eine echte Hoffnung, bald wirklich freie Software auf Mobilgeräten zu erleben.

Es gab in den letzten Monaten viele Gerüchte um ein angebliches in der Entwickelung befindliches Google-Mobiltelefon namens “Gphone”, es ist aber nun so, dass Google vielmehr nur die Kernsoftware bereitstellt, Drittanwendungen von der Community und anderen Firmen entwickeln lässt und von Hardware ganz die Finger lässt. Das scheint mir ein sinnvoller Ansatz zu sein: Das Grundgerüst läuft offenbar schon stabil und ansehnlich, für die Entwicklung von Drittanwendungen wurden 10 Millionen US-Dollar (!) Preisgeld ausgesetzt, und die Entwicklung eigener Hardware ist eine Sache, an der sich selbst Google verheben würde. Daher ist der Android-Ansatz um einiges erfolgversprechender als die vorgenannten anderen OpenSource-Ansätze. Zudem hat Google eine Vielzahl von wichtigen “Playern” im Mobilfunk-Geschäft in der Open Handset Alliance vereinigt.

Wenn Android dann noch irgendwann auf dem LG Viewty (das hoffentlich morgen im Mobilfunkladen meines Vertrauens zu haben ist) läuft, bin ich vollends glücklich.

28. Juli 2007, 14:40 Uhr

Lina: Linux-Vielfalt unter Windows und Mac OSX

Ob man es (als Nicht-Linuxer) glaubt oder nicht: Es gibt für Linux massenhaft Programme, die es für andere Plattformen nicht gibt. Insbesondere einige Windows- und Mac-Nutzer glauben, dass es für Linux nur nachprogrammierte und minderwertige Software gebe. Das dem nicht so ist, beweisen nicht nur Linux-Distributionen mit zehntausenden verfügbaren Softwarepaketen, sondern neuerdings auch die Software Lina.

Lina ist eine Zwischenschicht, die auf Nicht- Linux-Systemen läuft und die Systemaufrufe von installierten Linux-Programmen abfängt und übersetzt. Somit ist Lina gewissermaßen ein Gegenstück zu Wine, das Windows-Anwendungen u.a. unter Linux verfügbar macht. Doch während Wine größte Anstrengungen unternimmt, die Windows-Software mit den jeweiligen Macken in der Originalversion ohne besondere Modifikationen zum Laufen zu bringen, verlangt Lina, dass Entwickler bzw. Admins eine spezielle VM-Version kompilieren. Insofern lässt sich Lina wiederum mit Ansätzen wie Cygwin vergleichen.

Fazit: Eine weitere interessante Option für diejenigen, die nicht (ausschließlich) unter Linux arbeiten können/wollen und dennoch einige der Vorteile nutzen möchten.

17. Mai 2007, 11:10 Uhr

Demo gegen Softwarepatente am 26.05. in D’dorf

Die Düsseldorfer Linux User Group (dlug) ruft zu einer in Düsseldorf stattfindenden Demonstration gegen die Einführung von Softwarepatenten durch die Hintertür auf. Das ganze soll 11:00 am HBf starten und mit einem kleinen Zug durch die Stadt um 13:00 fertig sein. Details und eine gute Beschreibung der Problematik sind auf der o.g. Seite zu finden.

Wir erinnern uns: Im Juli 2005 hat das Europaparlament den Bestrebungen der Industrielobby um eine Legalisierung von Softwarepatenten ein Ende gesetzt, indem nach jahrelanger Auseinandersetzung ein entsprechender Richtlinienentwurf im Parlament abgelehnt wurde.

Obwohl ein großer Teil der Bevölkerung sowie die höchste demokratische Institution Europas ihre Ablehnung klar zum Ausdruck brachten, besitzen die Lobbyisten nun die Dreistigkeit, Softwarepatente nun im Fahrwasser der europäischen Harmonisierung des Patentwesens durchdrücken zu wollen. Dem gilt es deutlich zu widersprechen! Deshalb wäre es schön, wenn möglichst viele Teilnehmer mit der Demonstration ein Zeichen setzen.

16. Mai 2007, 11:53 Uhr

Microsoft macht sich wieder mal lächerlich

Gestern ging eine News durch die Online-Medien, die zumindest bei den Verfechtern Freier Software diverse Emotionen auslöste — und zwar vorwiegend Belustigung. Microsoft behauptet, Freie Software würde exakt 235 seiner Patente verletzen. Der Knaller: Microsoft verschweigt, um welche Patente es sich konkret handeln soll. Während man in Redmond mit dieser Mitteilung wohl eher Verunsicherung unter den Anwendern Freier Software stiften wollte, diente die Verlautbarung eher der allgemeinen Belustigung über die arrogante Dämlichkeit des Milliardenkonzerns. Denn so eine halbgare Drohung ohne handfeste Hintergründe ist einfach nur peinlich.

Und natürlich auch eine Vorlage für die gegnerische Partei: So ließ es sich Linus Torvalds (dessen Linux-Kernel immerhin 42 Patente verletzen soll) nicht nehmen, den PR-Fehlpass aus Redmond direkt zu “verwandeln”. Er antwortete heute mit dem, was Microsoft eigentlich schon selbst implizit wissen ließ:

Würde Microsoft die Stellen nennen, so würde entweder klar, dass Linux gar keine Patente verletze - was Torvalds für recht wahrscheinlich hält - oder würde eben ermöglichen, die Verstöße zu verhindern. Dass Microsoft aber keine Details nennt, ist laut Torvalds ein Zeichen dafür, dass sie keine sicheren Patentverletzungen vorweisen könnten und daher lieber auf Verunsicherung setzen würden.
Zitiert nach: golem.de, dort wiederum nach InformationWeek

Ach, und übrigens: In Europa sind Softwarepatente sowieso nach wie vor nichtig, auch wenn Industriebonzen und deren Anwaltshorden mehr denn je versuchen, den artikulierten Willen von EU-Bevölkerung und demokratischen Institutionen zu untergraben.

9. Mai 2007, 12:24 Uhr

Schirmherrschaft zur Förderung der kontroversen Diskussion

Wolfgang Schäuble übernimmt die Schirmherrschaft für den LinuxTag 2007. Das ist in der Tat eine Überraschung, denn der Innenminister hat sich durch seine antiliberale Haltung und die von ihm forcierte Zunahme der Überwachungsmaßnahmen unbeliebt gemacht, während die Linux-Community von der Grundhaltung eher liberal ist und Überwachungsmaßnahmen gegenüber prinzipell kritisch ist.

Aber gut, freuen wir uns auf zukünftige Schirmherrschaften:

  • Die KP Chinas übernimmt die Schirmherrschaft der nächsten Vollversammlung von amnesty international,
  • Greenpeace übernimmt die Schirmherrschaft der nächsten OPEC-Konferenz,
  • George Bush wird Schirmherr der nächsten PLO-Vollversammlung,

Heissa, das wird ein Spaß. Endlich wieder Mut zur Kontroverse!

2. Mai 2007, 11:52 Uhr

Dell mit Ubuntu II

Wie vermutet, so ist es nun eingetreten: Dell liefert zukünftig Linux-Notebooks mit Ubuntu aus. :)

Details zu den verfügbaren Modellen und Peripheriegeräten gibt es allerdings noch nicht. Sie sollen aber in den naher Zukunft bekannt gegeben werden.

Daumen hoch für Dell! Und hoffen wir, dass die Klientel des Versandhändlers von dem Angebot reichlich Gebrauch macht.

Ob Dell nun auch Abstand davon nimmt, Windows zu “empfehlen”, bleibt allerdings fraglich.

22. April 2007, 14:11 Uhr

Etch rockt!

Habe mir nun, wie angekündigt, auf meinem Notebook Debian Etch installiert. Und ich bin hellauf begeistert. Debian hat es geschafft, sich grundlegend zu modernisieren, behält aber den Charme einer soliden, schnörkellosen Distribution.

Die Installation lief einwandfrei. Das ist normalerweise nichts besonderes, aber ich wollte von Anfang an eine verschlüsselte Root-Partition haben, und das hat zu meiner Freude einfach und problemlos mit dem Installer geklappt. Auch das grafische Paketmanagement Synaptic (bzw. Adept), das man von Ubuntu kennt, passt gut zu Debian. Wichtiger ist aber, dass nach wie vor apt-get und Co. funktionieren, denn z.B. Aktualisierungen oder schnelle Installationen kleiner Tools lassen sich damit eben am schnellsten durchführen.

Ansonsten nicht viel Überraschendes: alles läuft, alle Pakete in aktuellen Versionen, kein Schnickschnack. So soll es sein. Danke, Debian!