8. September 2007, 13:28 Uhr
Es ist schon faszinierend, wie Alltagselektronik immer kleiner wird. Speziell in der Speichertechnik gibt es eine Revolution nach der anderen. So habe ich mir bereits vor über einem Jahr einen MicroSD-Speicherchip mit 1 GB Speicherkapazität zugelegt und war höchst fasziniert, dass man solch immense Datenmengen auf dem Volumen eines Milchzahns unterbringen kann.
Nun habe ich mir eine Digitalkamera zugelegt — und mit ihr einen SD-Speicherchip, welcher im Vergleich zur MicroSD-Karte geradezu klobig wirkt. Dennoch ist er ein echter Winzling von 32 mm × 24 mm × 2,1 mm. Damit jedoch der geneigte Käufer nicht das Gefühl hat, viel Geld für so ein kleines Dingelchen auszugeben, liefert es der Hersteller SanDisk es in einem Karton daher, der 145 mm × 114 mm × 30 mm groß ist. Das ist sage und schreibe mehr als das 300fache Volumen des Speicherchips. Nur mal zur Relation: Wenn ich zum Preis des Chips bei Aldi einkaufte und die Aldi-Waren à la SanDisk verpackt wären, müsste ich für einen Wocheneinkauf mit dem Tieflader anrücken. Hallo SanDisk! Geht’s noch?
Aber es kommt noch besser …
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30. Mai 2007, 11:13 Uhr
Warum muss man eine Kaffee-Maschine kaufen, die pro Jahr und durchschnittlichem Kaffeetrinker ca. 5 kg Aluminium verbraucht? Antwort: Die Schnösel und Neureichen finden sich cool, wenn sie einem Kaffeemaschinenbesitzerclub beitreten können. Wenn es schon für den Golfclub nicht reicht, so erheischt man sich doch zumindest so einen Hauch von Exklusivität.
Die Maschinen mit den Metall-Kapseln sind elende Müllproduzenten. Gerade Aluminium wird unter höchst umweltschädlichen Bedingungen abgebaut und verarbeitet. Jetzt hat man Hinz & Kunz endlich beigebracht, nicht jede Käseecke in Alufolie einzuwickeln (zumal Klarsichtfolie sowieso besser geeignet ist), und dann kommen die Tassimos und Nespressos, um uns mit einem neuen Alu-Kult zu nerven.
Ich habe eine Senseo, das reicht mir. Die Papierpads sind geschmacklich neutral, und auch umwelttechnisch nicht schlimmer als eine große Filtertüte. Wer es ganz “öko” mag, kann sich ein befüllbares Pad kaufen und mit Dritte-Welt-Kaffee genießen. Oder gleich die “French Press” nehmen. Natürlich geht auch die gute alte Kaffeemaschine mit Schwenkfilter.
Und wenn man die Alu-Bomber aus Prestige-Gründen kauft: warum legt man sich nicht gleich eine richtige Kaffeemaschine zu, bei der die Bohnen der Wahl noch vor den Augen des Besitzers gemahlen werden? Vermutlich weil Saeco keine eigenes Schnöselmagazin für Möchtegern-Bonvivants herausgibt.
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