28. Juli 2007, 14:40 Uhr

Lina: Linux-Vielfalt unter Windows und Mac OSX

Ob man es (als Nicht-Linuxer) glaubt oder nicht: Es gibt für Linux massenhaft Programme, die es für andere Plattformen nicht gibt. Insbesondere einige Windows- und Mac-Nutzer glauben, dass es für Linux nur nachprogrammierte und minderwertige Software gebe. Das dem nicht so ist, beweisen nicht nur Linux-Distributionen mit zehntausenden verfügbaren Softwarepaketen, sondern neuerdings auch die Software Lina.

Lina ist eine Zwischenschicht, die auf Nicht- Linux-Systemen läuft und die Systemaufrufe von installierten Linux-Programmen abfängt und übersetzt. Somit ist Lina gewissermaßen ein Gegenstück zu Wine, das Windows-Anwendungen u.a. unter Linux verfügbar macht. Doch während Wine größte Anstrengungen unternimmt, die Windows-Software mit den jeweiligen Macken in der Originalversion ohne besondere Modifikationen zum Laufen zu bringen, verlangt Lina, dass Entwickler bzw. Admins eine spezielle VM-Version kompilieren. Insofern lässt sich Lina wiederum mit Ansätzen wie Cygwin vergleichen.

Fazit: Eine weitere interessante Option für diejenigen, die nicht (ausschließlich) unter Linux arbeiten können/wollen und dennoch einige der Vorteile nutzen möchten.