10. Januar 2008, 00:05 Uhr

Android

Android ist eine offene Softwareplattform für Mobiltelefone, die unter Federführung von Google entwickelt wird. Ein Youtube-Video (mit An- und Abmoderation eines Multimilliardärs ! ;) ) zeigt eindrucksvoll, wozu bereits der Prototyp der Software in der Lage ist.

Gegenüber den — für mich persönlich eher weniger überzeugenden — Ansätzen Montavista, OpenMoko und Greenphone birgt Android eine echte Hoffnung, bald wirklich freie Software auf Mobilgeräten zu erleben.

Es gab in den letzten Monaten viele Gerüchte um ein angebliches in der Entwickelung befindliches Google-Mobiltelefon namens “Gphone”, es ist aber nun so, dass Google vielmehr nur die Kernsoftware bereitstellt, Drittanwendungen von der Community und anderen Firmen entwickeln lässt und von Hardware ganz die Finger lässt. Das scheint mir ein sinnvoller Ansatz zu sein: Das Grundgerüst läuft offenbar schon stabil und ansehnlich, für die Entwicklung von Drittanwendungen wurden 10 Millionen US-Dollar (!) Preisgeld ausgesetzt, und die Entwicklung eigener Hardware ist eine Sache, an der sich selbst Google verheben würde. Daher ist der Android-Ansatz um einiges erfolgversprechender als die vorgenannten anderen OpenSource-Ansätze. Zudem hat Google eine Vielzahl von wichtigen “Playern” im Mobilfunk-Geschäft in der Open Handset Alliance vereinigt.

Wenn Android dann noch irgendwann auf dem LG Viewty (das hoffentlich morgen im Mobilfunkladen meines Vertrauens zu haben ist) läuft, bin ich vollends glücklich.

14. April 2007, 00:07 Uhr

3,1 Milliarden USD aus der Portokasse

“Heute back’ ich, morgen brau’ ich, übermorgen hol’ ich der Frau Königin ihr Kind” frohlockt das Rumpelstielzchen. Bei Google könnte es geheießen haben: “Heute lach ich, morgen biet’ ich mit, übermorgen hol ich dem Herr Ballmer sein Kind.” — denn Google hat mal eben — für schlappe 3,1 Milliarden USD — das Werbenetzwerk Doubleclick der Konkurrenz von Microsoft vor der Nase weggeschnappt.

Das ist eine ganz schöne Menge, für eine Firma, die nur 150 Milliönchen Dollar per annum umsetzt. Aber der Kauf hat für Google noch zwei weitere Vorteile: Man kann seinen Marktanteil ausbauen und gleichzeitig Microsoft an selbigem hindern. Im Fußball nennt man das ein “Sechs-Punkte-Spiel”, und dieses hier hat (wieder einmal) Google gewonnen. Also: Vorsicht im Bundesstaat Washington — die Stühle fliegen wieder tief.

4. April 2007, 19:33 Uhr

ICQ mit massiven Problemen

ICQ hat massive Probleme. Nein, damit meine ich nicht den Datenschutz oder den werbeverseuchten Client. Es geht um Probleme beim Anmelden, offenbar ist ein Server durch ein kürzlich erfolgtes Upgrade ins Schleudern gekommen.

Wieder mal eine Gelegenheit, um auf Jabber zu verweisen. Jabber ist ein freies Protokoll, es stehen viele Server zur kostenlosen Verfügung (wie den jabber.ccc.de, den ich auch nutze), es gibt viele feine Clients, und es ist mindestens genau so leicht einzurichten — zum Beispiel kann man seinen Account direkt im Client registrieren und muss nicht auf eine Website gehen. Übrigens: Google Talk ist mit Jabber kompatibel, wer also unbedingt eine große Firma hinter einem Konzept sehen muss, wird hier ebenfalls bedient.