23. Dezember 2008, 16:41 Uhr

Der Handel mit nicht-existierenden Dingen

Der meinungsfreudige Kardinal Meisner von Köln hat in einem Interview kritisiert, dass Bänker ohne Reue handelten. Dass er sich damit ganz hinten in eine lange Reihe von Leuten anstellt, die es hinterher immer besser gewusst haben, darauf sei nicht weiter eingegangen.

Bemerkenswert ist aber folgende Aussage: “[…] dass Leute mit Dingen Handel treiben, die nicht existieren - das ist erschütternd.” Ich möchte ja hier nicht die Existenz Gottes abstreiten — aber gerade ein Theologe müsste doch verstehen, dass Leute fest an Dinge zu glauben imstande sind, ohne dass sie einen Beweis für deren Existenz erbringen könnten.

Und sowieso: Es ist ja nicht mit nicht-existenten Dingen gehandelt worden, sondern die Dinge haben existiert und sind einfach völlig falsch bewertet worden.