2. Dezember 2008, 16:23 Uhr

Gillette — nicht das Beste für des Mannes Geldbeutel

Immerhin ist es jetzt den Leuchten der FAZ bzw. von FAZ.NET aufgefallen, dass Gillette-Rasierer fast verschenkt werden und durch die total überteuerten Klingen quersubventioniert werden. Glückwunsch dazu und zu dem quasi-investigativen Artikel — ist ja nicht selbstverständlich in einer Körzdörfer-Welt.

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Eine andere Erkenntnis bzgl. Gillette scheint bislang noch nicht angekommen zu sein; ich möchte diese einmal wiefolgt illustrieren:

Das zu Procter & Gamble gehörende Unternehmen Gillette hat vor einiger Zeit das Unternehmen Duracell gekauft. Daraufhin muss im Marketing von P&G oder Gillette folgendes Gespräch abgelaufen sein:

A: “Hm, Duracell war ja recht teuer. Könnten wir nicht irgendwie den Absatz von Duracell-Batterien massiv erhöhen?”
B: “Vielleicht könnte man in einem sehr erfolgreichen Produkt plötzlich Batterien verbauen?”
A: “Wie wäre es mit Gillette, da sind wir doch mit Abstand Marktführer?”
B: “Und wie soll das gehen?”
A: “Hm, wie wäre es, wenn wir einfach einen Nassrasierer rausbringen, der z.B. durch kleine Elektroschocks oder Vibrationen die Barthaare aufrichtet und dadurch eine bessere Rasur ermöglicht?”
B: “Ist das nicht total schwachsinnig?”
A: “Mag sein. Aber so können wir den neuen Elektro-Nassrasierer als Revolution verkaufen und dabei noch tonnenweise Duracell-Batterien absetzen! Und Rasierer nebst Ersatzklingen doppelt so teuer machen!”

Und so geschah es.