24. April 2007, 07:39 Uhr

Einen Schritt vor, zwei Schritte zurück

Hewlett-Packard will die Preise für Tintenpatronen deutlich senken. Grund ist die Billigkonkurrenz der Nachfüller und Alternativpatronenanbieter. Das ist auch aus auch aus ökologischer Sicht wichtig — man denke an das preisliche Missverhältnis zwischen Partonenerwerb und Druckerneukauf: Viele Verbraucher kaufen billige Drucker und gehen lieber das Risiko ein, mit billiger Tinte oder fehlerhaft befüllten Patronen den Drucker zu beschädigen, als sich die überteuerten Originalpatronen zu kaufen. Denn mit nur einem erfolgreichen Zyklus mit preiswerten Patronen hat sich das Ganze amortisiert. Und die Erfahrung zeigt, dass man mit alternativen Tinten und Patronen durchaus gut fährt.

Doch was sich zunächst so anhört, als wäre man bei HP endlich zur Vernunft gekommen, ist in Wirklichkeit alter Wein in neuen Schläuchen: Statt die Druckerpreise langsam wieder auf ein realistisches Niveau zu bringen, will HP ebenfalls Billigtinte produzieren: So will man etwa “Dokumententinte”, die nicht lichtecht ist, für 10 Euro pro Patrone verkaufen. Fraglich bleibt, ob das nun ein Allheilmittel sein kann — denn teurer als die Refill-Konkurrenz ist HP damit immer noch, jedoch die Qualität sinkt so wohl unter das Niveau der “Alternativen”.