18. April 2007, 11:10 Uhr

Pfeiffer — mit drei f

Der Kriminologe Christian Pfeiffer fordert anlässlich des Amoklaufs an der Universität von Blacksburg — wieder einmal — ein Verbot von sog. “Killerspielen”. Seiner Ansich nach haben sich viele der jugendlichen Amokläufer “erst am Computer in Stimmung geschossen”.

Ich persönlich denke schon, dass das Spielen von gewaltverherrlichenden Spielen Menschen dazu animieren kann, Gewalt als Methode zur Lösung von Problemen zu sehen. Die Psychologie bezeichnet das als “Beobachtungslernen” (nach Albert Bandura).

Dennoch: Einem Mensch aus einem stabilen sozialen Umfeld und einer halbwegs gefestigten Lebenssituation sollte andere Methoden als Gewalttätigkeit zur Verfügung stehen. Nur Menschen, die sozial isoliert sind und/oder am existenziellen Abgrund stehen, kommen auf die Idee, erst zig andere Menschen und anschließend sich selbst zu töten. Leider ist es derzeit in den westlichen Gesellschaften so, dass Umstände wie soziale Isolation und Existenzangst gefördert bzw. ignoriert werden.

Abgesehen davon: Amokläufe sind Einzelfälle, die es immer gegeben hat und wohl noch öfter geben wird. Warum muss man eigentlich nach jedem solcher Vorfälle die Zügel anziehen?! Das führt mit Sicherheit nicht zu einer entspannteren Gesellschaft.

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