Microsoft macht sich wieder mal lächerlich
Gestern ging eine News durch die Online-Medien, die zumindest bei den Verfechtern Freier Software diverse Emotionen auslöste — und zwar vorwiegend Belustigung. Microsoft behauptet, Freie Software würde exakt 235 seiner Patente verletzen. Der Knaller: Microsoft verschweigt, um welche Patente es sich konkret handeln soll. Während man in Redmond mit dieser Mitteilung wohl eher Verunsicherung unter den Anwendern Freier Software stiften wollte, diente die Verlautbarung eher der allgemeinen Belustigung über die arrogante Dämlichkeit des Milliardenkonzerns. Denn so eine halbgare Drohung ohne handfeste Hintergründe ist einfach nur peinlich.
Und natürlich auch eine Vorlage für die gegnerische Partei: So ließ es sich Linus Torvalds (dessen Linux-Kernel immerhin 42 Patente verletzen soll) nicht nehmen, den PR-Fehlpass aus Redmond direkt zu “verwandeln”. Er antwortete heute mit dem, was Microsoft eigentlich schon selbst implizit wissen ließ:
Würde Microsoft die Stellen nennen, so würde entweder klar, dass Linux gar keine Patente verletze - was Torvalds für recht wahrscheinlich hält - oder würde eben ermöglichen, die Verstöße zu verhindern. Dass Microsoft aber keine Details nennt, ist laut Torvalds ein Zeichen dafür, dass sie keine sicheren Patentverletzungen vorweisen könnten und daher lieber auf Verunsicherung setzen würden.
Zitiert nach: golem.de, dort wiederum nach InformationWeek
Ach, und übrigens: In Europa sind Softwarepatente sowieso nach wie vor nichtig, auch wenn Industriebonzen und deren Anwaltshorden mehr denn je versuchen, den artikulierten Willen von EU-Bevölkerung und demokratischen Institutionen zu untergraben.



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