Egal ob professionelle Jagd oder bloße Beobachtung des „heimlichen Lebens“ in Wald und Flur: Nur wer überlegt und gut vorbereitet zu Werke geht, wird letztendlich auch mit dem gewünschten Jagderfolg belohnt werden. Wildkameras bieten hier vollkommen neue Möglichkeiten, den Wildbestand eines Reviers systematisch zu erfassen, zu kontrollieren und in optimaler Weise zu beobachten.
Bewegung des Schwarzwildes im Gelände
Besonders Schwarzwild bewegt sich für Laien oft vollkommen wahllos durch das Revier. Die Wildkamera beweist allerdings, dass die borstigen Schwarzkittel alles andere als planlos durch den Tann streifen. Systematisch beobachtet, zeigen sich tägliche Bewegungsmuster, die das Wildschwein als wahres Gewohnheitstier entlarven. So gibt es echte Lieblingsplätze, die immer wieder aufgesucht werden. Eine kontinuierliche Beobachtung zeigt überdies, dass die unterschiedlichen Futterstellen und Suhlen sogar täglich in einer festen Reihenfolge angelaufen werden. Solche Lieblingsplätze eignen sich hervorragend zum Aufstellen einer Wildkamera. Die praktische Fotofalle gibt exakten Bericht darüber, welches Tier wann und wo in Erscheinung tritt. Schnell lernen Jäger und Naturbeobachter auf diese Weise die Einzeltiere einer ansässigen Rotte besser kennen und auch ganz individuelle Züge und persönliche Gewohnheiten der Einzeltiere lassen sich in Ruhe studieren.
Wildkameras zur Beobachtung von Rehwild
Auch der Bestand des Rehwildes lässt sich optimal mit der Wildkamera beobachten und kontrollieren. Geeignete Aufstellungsorte für die Beobachtung des Rehwildes sind beispielsweise der Tresterhaufen oder die Salzlecke. Hier kann der aufmerksame Beobachter, der Jahreszeit entsprechend, ganz unterschiedliche Eindrücke sammeln. Anfang März zeigen sich die Böcke noch in ganzen Gruppen am Tresterhaufen. Schreitet das Frühjahr jedoch fort, so werden nur noch Einzeltiere auf den Bildern der Fotofalle zu sehen sein. Auch hier hilft das "elektronische Auge", die einzelnen Tiere zu unterscheiden und den Bestand des Rehwildes in seiner Gesamtheit zu beurteilen.
Die Arbeitsweise der Fotofalle
Wildkameras sind in einem wetterfesten Gehäuse untergebracht und arbeiten zuverlässig bei jeder Witterung. Mit einem Wärmesensor ausgestattet, löst die Wildkamera automatisch aus, sobald der temperaturempfindliche Bewegungsmelder einen Anstieg der Temperatur im entsprechenden Sensorbereich feststellt.
Abhängig von Modell und Einstellung ist wahlweise die Erstellung mehrerer Einzelaufnahmen oder kurzer Videosequenzen möglich. Um die Aufnahmen später auswerten und dokumentieren zu können, sind alle Bilder mit Uhrzeit und Datum versehen. Die Speicherung der Aufnahmen erfolgt, ähnlich der konventionellen Digitalkamera, im internen Speicher, der durch eine Speicherkarte erweitert werden kann.
Die Wildkamera als wachsamer Hüter des Reviers
So erfreulich das Beobachten des Waldes für Naturliebhaber und Jäger auch ist, so unerfreulich ist es, wenn Schaden im Revier entsteht. Auch Fischteiche, Futterstellen und Waldwege müssen unterhalten und gepflegt werden. Umso ärgerlicher ist es, wenn der „Lebensraum Wald“ als Schuttplatz missbraucht oder durch Vandalismus zerstört wird. Bei Anlagen, die häufig zur Zielscheibe von Verschmutzung oder Zerstörung werden, kann eine unauffällig angebrachte Wildkamera mit Infrarotblitz schnell die Übeltäter entlarven, denn jede gewünschte Stelle des Reviers lässt sich mit der Kamera rund um die Uhr überwachen.
Hightech und Natur schließen sich nicht aus: Ob Schnappschuss oder Blattschuss – die Wildkamera verhilft mit geschicktem Einsatz zu einzigartigen Bildern und optimalem Jagderfolg!