11. April 2007, 22:57 Uhr

Bloggen um des Bloggens Willen

Die re:publica, eine Konferenz von Bloggern mit Bloggern für Blogger, befasst sich — genau, mit dem Bloggen.

Dass sich der von mir durchaus geschätzte Volker Grassmuck für diese Web-2.0-Scharlatanerei hergibt, wird seinen Marktwert nicht unbedingt steigern. Aber als technologiekrittelnder Geisteswissenschaftler muss man wohl Präsenz zeigen wo immer es geht.

Ansonsten bringt diese Konferenz nichts weltbewegendes hervor. Selbst die sonst leicht zu begeisternde Heise-Redaktion witzelt müde daher und versucht eher halbherzig den Anschein von Sachlichkeit zu wahren. Golem hingegen findet den/einen bereits gestern thematisierten Verhaltenscodex für besonders erwähnenswert.

Derweil kommt ein gewisser Dr. Jan Schmidt zu der bahnbrechenden Erkenntnis, dass das Vorurteil, Blogger seien unrasierte, übergewichtige Nerds, nicht der Realität entspricht. Wahnsinn.

So, das musste mal gebloggt werden — von einem gerade nicht rasierten und mit einem BMI von 26 gesegneten Computerfuzzi.

4 Kommentare zu„Bloggen um des Bloggens Willen“

  1. Frio 11.04.2007 um 23:41 #

    Fein geschrieben ;-) andere beschwören gleich Luhmann bei dem Thema: http://blog.kakoii.de/2007/04/11/was-luhmann-mit-der-republica-zu-tun-hat/

  2. Jan Schmidt 12.04.2007 um 01:20 #

    “Derweil kommt ein gewisser Dr. Jan Schmidt zu der bahnbrechenden Erkenntnis, dass das Vorurteil, Blogger seien unrasierte, übergewichtige Nerds, nicht der Realität entspricht. Wahnsinn.”

    Ja, bahnbrechend. Ich hab aber auch noch zwei weitere Vorurteile kritisiert.. ;)

  3. Alex 12.04.2007 um 08:50 #

    Hallo Jan,

    ja, ich habe es gelesen. Aber ich fand das obige einfach zu köstlich. Ich hatte mir daher die Freiheit genommen, auf die anderen Erkenntnisse nicht einzugehen. Ich werde es auch nicht tun, da das allenfalls in einem Verriss enden würde. Nix für ungut. ;)

  4. Jan Schmidt 12.04.2007 um 11:04 #

    Kein Problem.. ;-)

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