26. Mai 2008, 16:37 Uhr

Alberne Umfragen (Re: Wider die Suggestivumfragen!)

Viel habe ich gelästert über die Suggestivumfragen auf taz.de (wobei es ja auch genügend andere Webportale und andere Institutionen gibt, die höchst fragwürdige Umfragen durchführen und zudem mit den Ergebnissen im großen Stil hausieren gehen).

Bei taz.de ist man mittlerweile offenbar darauf gekommen, dass die bisherigen taz.de-”Polls” großenteils wirklich unterirdisch waren — immerhin. Die Polls der letzten Tage hatten, soweit ich mitbekommen habe, immer nur “Ja” und “Nein” als Antwortmöglichkeiten.

Wenngleich das schon ein riesiger Fortschritt ist, ist es teilweise dennoch belustigend, was man bei taz.de als Sujet, sprich: Fragestellung, erwählt bzw. formuliert: “Unterstützen Zoos wirklich nennenswert die Artenvielfalt?” wird da gefragt — während anderswo hochwichtige Biodiversitätskonferenzen abgehalten werden, lässt man bei taz.de einfach über naturwissenschaftliche Probleme abstimmen …

Man kann taz.de jedenfalls nicht vorwerfen, das Portal sei undemokratisch.

21. Mai 2008, 12:17 Uhr

Wider die Suggestivumfragen! (4)

Oha, es geht offenbar auch anders!

(heute mal ohne suggestive Antworten)

Einsicht oder Versehen?

(Nun muss man nur noch davon absehen, in der Fragestellung auf Kommentare zu verlinken. Aber wir wollen ja nichts überstürzen.)

20. Mai 2008, 16:35 Uhr

Wider die Suggestivumfragen! (3)

Wieder einmal eine dümmliche Suggestivumfrage auf taz.de: Die Nominierung von Gesine Schwan hat doch mit Horst Köhler zunächst gar nichts zu tun. Warum suggeriert taz.de, dass die Entscheidung für oder gegen Frau Schwan einen Bezug zu Köhler hätte?

Suggestivumfrage, die Dritte

Die Frage lautet: “Soll die SPD sie [Gesine Schwan] erneut ins Rennen schicken?” Die Ja-Antwort lautet: “Unbedingt. Sie ist gut, und Köhler geht gar nicht.” Während der erste Teil der Begründung (”sie ist gut”) eine sinnvolle Antwortmöglichkeit ist, fragt man sich bei “Köhler geht gar nicht”, was der denn mit der SPD-Nominierung zu tun hat.

Noch blöder ist die Nein-Antwort: “Nein, Köhler ist immens beliebt.” Ob Köhler immens beliebt ist, ist doch gar nicht Thema! Die Frage ist, ob Gesine Schwan aufgestellt werden soll. Aber offenbar geht es gar nicht um Frau Schwan, sondern darum, Horst Köhler abzuwatschen.

Zur letzten Antwortmöglichkeit fällt mir zweierlei ein: Erstens, offenbar muss bei taz.de aller guten Dinge drei sein; anders ist die völlig sinnfreie dritte Antwortvorgabe nicht zu erklären. Zweitens, die Unfähigkeit des Poll-Praktikanten, geläufige Redewendungen im korrekten Kasus zu benutzen, spricht neben der inhaltlichen Erbärmlichkeit der Umfragen deutliche Worte über seine journalistische Eignung.

8. Mai 2008, 11:56 Uhr

Futurama-Essay

Ich habe gerade noch ein kleines Schmankerl beim Stöbern in der Mottenkiste gefunden: Einen kurzen Essay zu Futurama, den ich bei erneutem Lesen für recht lesenswert halte (manchmal wundert man sich, dass man doch ein paar gerade Sätze rausbringt, wenn man nur will). Ich veröffentliche den Essay unredigiert, nur das Deckblatt habe ich geändert.

Viel Spaß beim Schmökern!