28. Juli 2007, 14:40 Uhr
Ob man es (als Nicht-Linuxer) glaubt oder nicht: Es gibt für Linux massenhaft Programme, die es für andere Plattformen nicht gibt. Insbesondere einige Windows- und Mac-Nutzer glauben, dass es für Linux nur nachprogrammierte und minderwertige Software gebe. Das dem nicht so ist, beweisen nicht nur Linux-Distributionen mit zehntausenden verfügbaren Softwarepaketen, sondern neuerdings auch die Software Lina.
Lina ist eine Zwischenschicht, die auf Nicht- Linux-Systemen läuft und die Systemaufrufe von installierten Linux-Programmen abfängt und übersetzt. Somit ist Lina gewissermaßen ein Gegenstück zu Wine, das Windows-Anwendungen u.a. unter Linux verfügbar macht. Doch während Wine größte Anstrengungen unternimmt, die Windows-Software mit den jeweiligen Macken in der Originalversion ohne besondere Modifikationen zum Laufen zu bringen, verlangt Lina, dass Entwickler bzw. Admins eine spezielle VM-Version kompilieren. Insofern lässt sich Lina wiederum mit Ansätzen wie Cygwin vergleichen.
Fazit: Eine weitere interessante Option für diejenigen, die nicht (ausschließlich) unter Linux arbeiten können/wollen und dennoch einige der Vorteile nutzen möchten.
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Technologie
Interoperabilität, Linux, OpenSource
13. Juli 2007, 10:15 Uhr
Während unser Terrorminister Wolfgang Schäuble schwer damit beschäftigt ist, die Stasi in den Schatten zu stellen, hat es in London einen “Terroranschlag” gegeben, der die Sicherheitsfanatikern geradezu begeistert. Betrachtet man allerdings den Verlauf der Tat, muss man wirklich zweifeln, ob man vor Al-Qaida und Co. wirklich Angst haben muss (sofern man das nicht vorher schon tat).
Untersucht man die Vorfälle genauer, reibt man sich ob des Dilettantismus der Täter die Augen: Der Fahrer des Autos, das angeblich vor dem Londoner Tiger Tiger Club explodieren sollte, war mit seinem Gefährt ins Schlingern geraten und hatte es gegen eine Mülltonne gesetzt. Während er torkelnd davon lief, begann die Ladung so sehr zu qualmen, dass eine Krankenwagenbesatzung die Polizei alarmierte. Ein zweiter PKW war in der Nähe abgestellt worden, und zwar ausgerechnet in einer Halteverbotszone, wo er todsicher auffallen musste. Beim Abschleppen roch der Wagen penetrant nach Benzin, so dass er sicherheitshalber außerhalb des vorgesehenen Parkhauses arretiert wurde. In Glasgow war der Jeep beim Versuch, in den Abfertigungsterminal des Flughafens zu brettern, gegen Sperrpoller gekracht. Offenbar hatten die Meisterterroristen nicht einmal vorher ihren Tatort inspiziert und die Schutzmaßnahmen abgecheckt. Was in allen Fällen als Sprengsätze ausgegeben wurde, waren Benzinkanister, Nägel und Propangasflaschen, irgendwie verbunden mit Mobiltelefonen, die nicht funktionierten. Das war nicht al Qaida, das waren höchstens Dick und Doof.
Quelle: http://www.freitag.de/2007/27-28/07280102.php
Und vor solchen Heinis machen wir uns in die Hosen und lassen uns unsere Freiheitsrechte abnehmen. Traurig.
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Politik, Gesellschaft, Medien
Medien, Propaganda, Terrorismus
10. Juli 2007, 11:13 Uhr
Hans Mentz, bzw. einer der Autoren hinter diesem Sammelpseudonym, hat “Die Hard 4.0″ gesehen und beömmelt sich treffsicher über die dem Medium Leinwand/Bildschirm und dem Technikverständnis seiner Nutzer angepasste Darstellung der Bedienung von Computern:
Fantastisch, wie da immer wieder Menschen nach einem kurzen Blick auf fremde Rechner mit ihnen unbekannter Software sofort anfangen, souverän in die Tasten zu hauen! Toll, wie jedes Programm eine graphische Benutzeroberfläche hat und beim Paßworthacken im Hintergrund verschlüsselten Text über den Schirm laufen läßt! Hervorragend, wie nie jemand eine Computermaus zu Hilfe nehmen muß und an jedem einzelnen feindlichen Computerterminal ein USB-Anschluß zu finden ist, der einfachen und schnellen Zugriff auf alle Daten erlaubt!
Dann doch lieber Matrix, in dem wenigstens echte Sicherheitswerkzeuge und sogar (zu dem Zeitpunkt) real existierende Lücken verwurstet wurden. Werkzeuge übrigens, die neuerdings halblegal und verboten sind — von Politikern, die ihr Technikverständnis offenbar aus ARD-Fernsehproduktionen entwickeln (oder erst gar keines haben).
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Kunst & Kultur
Hans Mentz, Nmap, Stirb Langsam, Titanic